Wirdumer Neuland (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Wirdumer Neuland


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Wirdumer Neuland (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Das Wirdumer Neuland wurde 1556 durch den "Bunder Deich" (nach einem Deichbau 1498 und der Zerstörung/Überflutung im selben Jahr) endgültig eingedeicht. Es erstreckt sich östlich dieses Deiches bis zur Gemarkungsgrenze Upgant-Schott und wird im Norden etwa von der Domäne Wundel und im Süden von der Marienhafer Straße (L 26) begrenzt.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Neuland

Ländereien, die an der Gezeitenküste durch ein Sytem von Dämmen (Lahnungen, Schlengen, Buhnen) und Gräben (Grüppen) sowie durch abschließende Eindeichung geschaffen wurden, um sie zu besiedeln und landwirtschaftlich zu nutzen. "Anwachs vor dem Deich oder neu eingedeichtes Land". "Der Begriff bezeichnet jedoch meistens neugewonnenes Land an der Küste."



Quellen:

Steffens, Gerhard, Hrsg.; Die Acht und ihre sieben Siele, Leer 1987, Bd. 1, S. 303 ff. Ohling, G. D.; Die Entwicklung der Osteeler Feldmark, in Heim und Herd, Nr. 272, 1932. Ramm, Heinz; Die ersten Landgewinnungsarbeiten an der Leybucht, in Ostfreesland-Kalender 1988, S. 219 ff. Lüders, Karl; Kleines Küstenlexikon. Bremen 1958, S. 64. Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 270, 267.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 17.08.2011

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