Aseler Weg (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Aseler Weg


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Aseler Weg (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Bevor die Landstraße von Wittmund nach Jever (heutige B 210) gebaut wurde (um 1854), war der sogenannte Aseler Weg die einzige Verbindung von Wittmund über Hornum nach Asel. Der Weg begann bei der Brücke über die Harle an der heutigen Eggelingerstraße. Hinter dem heutigen Rehau Werk vereinigten sich der Aseler Weg und der aus der Verlängerung der heutigen Wittmunder Osterstraße kommende Aseler Fußweg.
Die heutige Aseler Straße, die das Wittmunder Gewerbegebiet Ost durchschneidet, verläuft zum größten Teil auf der alten Trasse des Aseler Weges. Der letzte Teil des Weges wurde auch Hornumer Helmt genannt.
Der Weg nach Jever führte überwiegend über den alten Postweg südlich von Wittmund über Rispel. (2+3)


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Asel

(1) Asel ist ein Ortsteil der Kreisstadt Wittmund in Ostfriesland; das Dorf wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich als Asla erwähnt, im 14. Jahrhundert dann auch als Asle und Azle. Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht abschließend zu klären. Es wird eine Herkunft aus Ase-lâ mit der Deutung „Götterhain“ vermutet (aus Altniederdeutsch/Altenglisch as, os „Gottheit“ und Altfriesisch/Altniederdeutsch lâ, lôh „Wald“, „Gehölz“).



Quellen:

(1) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, Seite 25;
(2) Johannes Gravemeyer, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrechte verleihen, Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest, Die Flurnamen von Wittmund, in: Friesische Heimat vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978 (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland)
(3) Onnen, Johann, Wittmund im Laufe der Jahrhunderte, Wittmund 1968, Seite 60 und Seite 207


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 10.11.2017

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