Eggelinger Hamm (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Eggelinger Hamm


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Eggelinger Hamm (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Der Eggelinger Hamm, benannt nach der Wittmunder Ortschaft Eggelingen, ist eine große landwirtschaftlich genutzte Fläche im Osten von Wittmund. Im Jahr 2015 sind einige Windkraftanlagen auf Teilflächen des Hamms errichtet worden. Die Grenzen bildet im Osten die Aseler Leide, die gleichzeitig die Grenze zur Gemarkung Eggelingen ist, im Süden der alte Aseler Weg, im Westen das Wittmunder Gewerbegebiet Ost und im Norden der Berdumer Hamm. Einige Flächen in diesem Bereich haben eigene Flurnamen. (1)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Eggelingen

(1) kleine Ortschaft ca. 5 - 7 km nordöstlich von Wittmund gelegen. Bis 1972 eine eigenständige Gemeinde, die seit der niedersächsischen Gemeindereform 1972 zu der Stadt Wittmund gehört. Schon 1124 unter dem Namen Anaclingum erwähnt.



2. Hamm

(2) „Altfries. Substantiv hem, ham, him m. „durch Graben (und Deich) eingefriedigtes Marschland, Weide“



Quellen:

(1) Johannes Gravemeyer, Eggelinger Warfen im Mittelalter besiedelt, in: Friesische Heimat vom Januar 1976 (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland); Johannes Gravemeyer, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrechte verliehen, Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest, Die Flurnamen von Wittmund, in: Friesische Heimat vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978 (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland)
(2) Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 33


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 24.01.2017

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