Hammland (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Hammland


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Hammland (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Mit „Hammland“ wurde früher das Areal zwischen dem Aseler Weg und der Chaussee (Weg nach Jever) bezeichnet. Die Fläche Hammland gehört zu dem großen Flurstück „Das Hammland“, dass in einer gesonderten Deutung erläutert wird. Die heutigen Grenzen sind im Norden die Aseler Straße, im Süden die B 210 Wittmund – Jever, im Westen die Harle und im Osten einTeilstück des alten Aseler Weges, der heute nicht mehr sichtbar ist. Früher überwiegend landwirtschaftlich genutzt ist die Fläche heute überwiegend bebaut, bis auf einen kleinen Bereich direkt an der Harle. Einige Flächen in diesem Bereich haben eigene Flurnamen und zwar, Langhamm, Stoppelhamm (siehe auch die Deutungen für diese Flurstücke). (3 u. 4)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hamm

(1) mnd. ham, m., „ein (durch Gräben) eingefriedigtes Stück Land in den fries. Landestheilen; auf der Geest, wo die Einfriedigung durch Hecken, Wälle, Knicke etc. geschieht, kamp genannt, das vielleicht ganz dasselbe Wort ist“



2. Land

(2) mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

(1) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 182
(2) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
(3) Onnen, Johann, Wittmund im Laufe der Jahrhunderte, Wittmund 1968, S. 50 ff.
(4) Gravemeyer, Johannes, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrecht verliehen - Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest - die Flurnamen von Wittmund, in: Friesische Heimat (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland) vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 28.12.2017

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