Onkens Kämpe (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Onkens Kämpe


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Onkens Kämpe (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Ehemalige landwirtschaftliche Nutzfläche im nördlichen Bereich von dem Flurstück „Das Hammland" (siehe gesonderte Deutung), zwischen der heutigen Dr.-Tjarks-Straße im Süden und der Mühlenstraße im Norden gelegen. Im Osten grenzt die Fläche an die heutige Jann-Berghaus-Straße und im Westen an die Anton-Oncken-Straße. Benannt wurde das Flurstück nach dem Eigentümer, der alten Wittmunder Familie Onken. Auch der Name der Anton-Oncken-Straße geht auf die Familie Oncken zurück. Die Fläche ist heute komplett bebaut und wird von den Straßen Ludwig-Franzius-Straße und der Friesenstraße in Nord-Süd-Richtung geteilt. Früher gab es noch den „Möhlenstraater Padd“, der durch das Gelände zwischen der Ludwig-Franzius-Straße und der Friesenstraße in Nord-Süd Richtung verlief. Heute ist der Padd nicht mehr vorhanden. (2. u. 3.)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kämpe

(1) Plural von "Kamp": mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

(1) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129
(2) Onnen, Johann, Wittmund im Laufe der Jahrhunderte, Wittmund 1968, S. 50 ff.
(3) Gravemeyer, Johannes, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrecht verliehen - Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest - die Flurnamen von Wittmund, in: Friesische Heimat (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland) vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 28.12.2017

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