Saag Möhlen (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Saag Möhlen


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Saag Möhlen (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Bei dem Flurstück „Saag Möhlen“ handelt es sich um eine Parzelle auf der nördlichen Seite der Eggelinger Straße, das direkt an der Harle gelegen ist. „Saag Möhlen“ ist der plattdeutsche Begriff für Sägemühle. Hier stand um 1850 eine durch Wind angetriebene Sägemühle, die wohl 1859 neu erbaut bzw. umgebaut und mit einem Dampfantrieb versehen wurde. Das zu verarbeitende Holz wurde von Carolinensiel über die Harle zur Mühle geflößt. Heute steht auf dem Grundstück ein Wohnhaus. Leider gibt es keine Abbildung dieser Mühle. (3 u. 4)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sage, Saag,

mnd. sage, nld. zaag, "Säge"



2. Möhlen

(2) „Außer im Namen „Mühlenteich“ bezeichnet das Wort … immer durch Windkraft angetriebene Mühlen. Diese waren bzw. sind nicht nur Korn-, sondern auch "Wassermühlen", d. h. Mühlen, die zum Antrieb von Wasserschöpfwerken dienen bzw. dienten.“



Quellen:

(1) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 79
(2) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 270
(3) Gravemeyer, Johannes, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrecht verliehen - Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest - die Flurnamen von Wittmund, in: Friesische Heimat (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland) vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978
(4) Onnen, Johann, Wittmund im Laufe der Jahrhunderte, Wittmund 1968, S. 50 ff.


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 11.12.2017

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