Wallhamm (Wittmund)

Ausgewählter Flurname:

Wallhamm


Gemarkung:

Wittmund

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Wallhamm (Wittmund)


Erklärung des Flurnamens:

Ehemalige landwirtschaftliche Nutzfläche zwischen der Eggelinger Straße (K 21), der Wittmunder Nordumgehungsstraße (B 461) und dem früheren Flurstück „Am Aseler Weg“ (siehe gesonderte Deutung) in Wittmund. Heute überbaut mit Baumarkt / Baustoffhandlung, ist die Fläche ein großer Teil des heutigen Wittmunder Gewerbegebiet Ost. Da sich früher die Harlebucht bis hier ausbreitete, lässt sich vermuten, dass zur Verhinderung von Überflutungen, das Gelände mit einem Deich (Wall) geschützt wurde und so der Name für die Fläche abgeleitet worden ist. (3 u. 4)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wall,

(1) mnd. wal, m., „in der Schiffersprache: das feste Land“; nnd. wal, „Wall, Mauer, Erddamm zum Schutz, Küste, Ufer, das feste Land“



2. Hamm

(2) „Altfries. Substantiv hem, ham, him m. „durch Graben (und Deich) eingefriedigtes Marschland, Weide““



Quellen:

1. Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875- 1880, Bd. 5, S. 577; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 498
2. Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 33
3. Onnen, Johann, Wittmund im Laufe der Jahrhunderte, Wittmund 1968, S. 50 ff.
4. Johannes Gravemeyer, Im Jahre 1567 erstmals Stadtrechte verliehen, Wittmund, die Stadt zwischen Marsch und Geest, Die Flurnamen von Wittmund, Friesische Heimat vom 12. April 1978 und 27. Februar 1978 (Beilage zum Anzeiger für Harlingerland)


Autor(in):

Joachim Meins


Letzte Änderung am: 15.12.2017

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